ECD 1991-92
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Der EC Dorsten in der Oberliga  

Der Kader des EC Dorsten beim Trainingsauftakt im August 1991



Der EC Dorsten war also in der Oberliga angekommen. Die 3.Liga war für den  kleinen Verein aus der Lippestadt eine enorme Herrausforderung. Aufgrund der guten Zuschauerzahlen war man aber optimistisch den Sprung ins Halbprofitum zu schaffen. 

Vorbereitungsspiel gegen Neuss, der ECD war noch lange nicht in Oberliga Form



Zudem wurde auf der DEB-Tagung beschloßen, die Oberliga zunächst in drei Regionale Gruppen zu teilen. Der Süden blieb wie gehabt zuammen. Im Norden wurden die Oberliga West und die Oberliga Gruppe Nord gebildet. Leider waren in der Sommermonaten der ESC Ahaus, der EC Diez Limburg in Konkurs gegangen. 




Der EC Dorsten spielte zunächst mit folgenden Verienen zusammen.
Herner EV. Schalker Haie, Hennefer EC und EHC Unna

Aufgrund der kleinen Gruppe wurde beschlossen eine 2 1/2 fachrunde zu spielen

Neuzugang Frank Pribil im Derby gegen den Herner EV.


Der Abgang von Dave Chiapelli musste zunächst einmal kompensiert werden. Lange war der Verein auf der Suche nach einem entsprechenden Ersatz. Zunächst war sich Managerin Gabi Dittko mit dem finnischen Verteidiger Mika Segermann einig. Er hatte bereits beim EV Stuttgart in der 2.Bundesliga Süd gespielt. Doch konnte die wichtige Arbeitsstelle für Segermann nicht beschafft werden. Er wechselte danach nach Bietigheim und avancierte dort zur Kultfigur. So wurde sich der Verein nach langer Suche mit dem Kanadier Damian Steiert einig. Steiert hatte in Ahaus zusammen mit einem gewissen Douglas Moffatt für viele Tore gesorgt. Auf der Torhüterposition hatte sich der Club mit Frank Pribil aus Wesel verstärkt.Sicherlich ein Glücksgriff für den Verein, denn Pribil war es, der so manches Match für den ECD gewann.Allerdings verabschiedeten sich auch einige wichtige Spieler. So zum Beispiel Frank Zydeck, der vor allem in der Aufstiegsrunde für viele Tore gesorgt hatte. Zunächst bauten die Verantwortlichen auf di Aufstiegsmannschaft. Scott Turnbull sollte auch in der Oberliga für die entsprechende Tore an der Seite von Thomas Otto sorgen.

Ein Gegentor für den ECD, zu Beginn hatte der Aufsteiger arge probleme in der Verteidigung.



Doch schon in der Vorbereitungsphase merkte man der Mannschaft an, dass für die Oberliga noch einge gute Spieler fehlten. So unterlag der ECD dem Regionalligisten aus Neuss vor eigenem Publikum. Die Begegnung gegen den Duisburger SV aus der 2. Bundesliga Nord 1-9 wurde fast zum Eklat. Beide Teams lieferten sich eine lange und wilde Keilerei. Mittendrin vor allem Scott Turnbull, der sich mit den beiden Kanadiern des DSV einen Kleinkrieg auf dem Eis lieferte. Auch gegen den EHC Essen-West setzte es eine Schlappe. Allerdings verkaufte sich der ECD in diesem Spiel gegen den 2.Ligisten sehr gut und schoß beim 5-10 einige schöne Treffer.

Scott Turnbull hier auf dem Weg zu einem seiner fünf Treffer gegen Essen-West



Der Verein hatte im Vorfeld der Spielzeit mit einem Zuschauerschnitt von 800 zahlenden Fans geplant. Eigentlich eine Zahl die man aufgrund der vielen Derbys erreichen hätte können.Meinte an zumindest.
Doch schon das erste Meisterschaftsspiel sollte die Erkenntnis bringen, dass dieser Schnitt in dieser Spielzeit schwer erreichbar ist. Denn eines hatten die Verantwortlichen vergessen. In den Jahren zuvor hatte der ECD fast immer seine Spiele gewonnen. Nun aber war man in einer Spielklasse angelangt, wo man desöfteren dem Gegner die Punkte überlassen musste. Das hatte natürlich Folgen für den ECD.

Fehlstart gegen Herne, 1-6          

Der Auftakt ging in die Hose, 1-6



Gleich zum Heimspielauftakt kam der Herner EV an die Crawleystraße. Der HEV hatte sich vor der Spielzeit mit namhaften Spielern verstärk und galt als Mitfavorit. Der Kanadier Craig Dill kam vom GSC Moers zurück an den Gysenberg. Er war neben Kristian Sikorski auf der Ausländerposition vorgesehen. Der ECD hatte bisher noch nie ein Heimspiel gegen Herne verloren, in den beiden Jahren zuvor hatte man den Konkurrenten bisher immer ohne einen einzigen Punkt zurück nach Herne geschickt. Doch jetzt sollte diese Serie beendet werden. Schon im Vorfeld war klar es würde kein ausverkauftes Haus geben. Die 300 Karten die man nach Herne geschickt hatte, kamen zur Hälfte wiederzurück zum ECD.

Dietmar Schramm kam während der Vorunde aus Duisburg und war sofort ein absoluter Leistungsträger.



Gut 800 Zuschauer erlebten dann die Premiere des ECD in der Oberliga West. Herne war von Anfang an die bessere Mannschaft. Die Führung der Gäste wurde dann durch den ersten Treffer des ECD in der Oberliga durch Damian Steiert zum zwischenzeitlichen 1-1 ausgeglichen. Doch schon vor der Pause die erneute Führung der Herner. Zwar versuchte die Mannschaft alles, kam aber gegen die gute HEV-Verteidigung kaum einmal entscheidend durch. Die Gäste gewannen am Ende völlig verdient mit 6-1 und die Fans mussten mit der Erkenntnis nach Hause gehen, dass in der Oberliga ein anderer Wind weht.

Otto und Lange hier im Spiel gegen den EHC Unna, Peter Kaluza vom EHC spielte einige Jahre später für die EJD



Zwei Tage später reiste der ECD mit gut 100 Fans im Schlepptau zum EHC Unna. Der EHC baute im esentlichen auf seine Paradereihe mit denbeiden Kanadiern Kurt Wickenheiserund  Mark Teevens. Drr Gast aus Dorsten begann gut und erspielte sich deutliche Vorteile. Bis  zur 30 Minute hatte der ECD einen 5-1 Vorsprung erkämpft. Dann sogar eine 5-3 Überzahl. Doch in dieser Phase brachte die Mannschaft kein Bein mehr auf den Boden. Vertediger Romuald Lange hatte schon während der Begegnung die Nase voll. Damain Steiert hatte als Spielertrainer die Orientierung verloren und innerhalb von zehn Minuten glichen die Wickínger in Unterzahl aus.Unglaublich, Teevens und Wickenheiser nahmen den ECD auseinader und drehten das Spiel noch zu einem 8-6 für den EHC Unna.

Derbyzeit in Schalke  

Der erste Sieg in der Oberliga gelang ausgerechnet in Schalke, hier eine Aufnahme aus dem Spiel im November 1991, der ECD gewann 7-3.



Die Schalker Haie wurden in der Oberliga Spielzeit der Lieblingsgegner des ECD. Von sieben Begegnungen in dieser Saison gewann der ECD sechs. Schalke hatte vor der Saison seine beiden Importe Kubina und Drasyk verloren. Dafür wurde zunächst US-Boy Peter Esperanza verpflichtet. Ein weiterer Amerikaner wurde schon nach wenigen Spielen ausgetauscht. Auch Speranza bekam nach einigen Monaten das Rückflugticket in die Hand gedrückt. Aus Kostengründen wurden zwei Tschechen verpflichtet.
Das erste Derby gegen den EC Dorsten brachte einen warmen Geldregen in die Vereinskasse der Haie. Gut 1500 Zuschauer sorgten für eine schöne Kulisse. Schalke begann mit viel Druck und ging in Führung. 

Damian Steiert gratuliert Markus Degen zu seiner schönen Vorlage zum 1-1 gegen Herne.



Thomas Otto glich wenig später  aus. Dann vergab Damian Steiert für Dorsten einen Penalty. Die etwa 300 mitgereisten Zuschauer aus Dorsten hatten eine böse Vorahnung. Doch riss sich das Team zusammen und plötzlich lief es wie am Schnürchen. Bis auf 1-4 zog der ECD davon. Schalke konnte noch einmal durch Esperanza verkürzen doch war der Sieg den Gästen nicht mehr zu nehmen. Als Holger Beck das 2-6 erzielte,  war der Sieg unter Dach und Fach gebracht. Turnbull setzte in der 59.Minute  den Schlußpunkt zum 2-7 für den EC Dorsten . Der erste Sieg in der Oberliga war erreicht.

Erzielte viele wichtige Tore, Thomas Otto anvancierte zum besten Deutschen in ECD-Kader. Sogar der Augsburger EV wurde auf den Stürmewr aufmerksam.



Einen herben Rückschlag erlebte der ECD dann im Heimspiel gegen den 1.HEC-Bonn.Der Club hatte sich von Hennefer EC umbenannt.  Die Kanadier Terry Jones und Verteidiger Darren Kruger waren den Dorstener Importen in allen Belagen überlegen.Das 2-7 war auch in der Höhe absolut verdient, auch wenn der ECD zahlreiche Chancen vergab. Am Ende wurde es sehr klar für die Gäste von der Sieg.

Doug Moffat hier bei einem Spiel in Timmedorf, der Kandier sollte zur absoluten Galionsfigur rin Dorsten werden. 



Der Vorstand es ECD handelte. Aus Calgary holte man Douglas Moffatt. Vom insolventen Club Duisburger SV kamen später zudem noch die Stürmer Ralf Welzel, Oliver Küpper und Dietmar Schramm. Dazu gesellte sich Verteidiger Marco Piwonski. Damian Steiert sollte nun an der Bande stehen, während Turnbull und Moffatt bald gesetzt waren. Nur im Verletzungsfall oder bei anhaltener Formschwäche sollte Steiert die Schlittschuhe schnüren. Allerdings muss auch gesagt werden, wenn er spielte, punktete er ordentlich.

Marco Piwonski an der Bande.



Der Einstand von Doug Moffatt mißlang gründlich. In Schalke unterlag der ECD mit 2-4. Die Vorrunde brachte dann ein stetiges auf und ab. Zwar konnte der ECD einige überraschende Erfolge feiern. Zum Beispiel in Herne siegt man erstmals mit 6-3. Doch gegen die Mannschaften aus Hennef-Bonn  und Unna gab in dieser Saison absolut nichts zu holen. Gegen Schalke siegte der ECD dagegen mit 7-3  sowie 9-1 und  in Gelsenkirchen gab es einen knappen 3-2 Sieg. Die Spiele gegen Herne waren jedoch wieder einmal absolute Knüller. Trotz der 6-13 Pleite zeigte die Mannschaft dort eine gute Leistung, musste aber von den Unparteiischen einiges aushalten. 

Stürmer Ralf Welzel hier beim Spiel gegen Herne (4-4)



Herne gegen Dorsten, wieder einmal absolute Knaller

In Dorsten gab es vor 750 Zuschauern ein 4-4 Unenstchieden. Bei der 10-9 Niederlge kurz vor Rundenende, wurde die Mannschaft für ihr engagiertes Auftreten nicht belohnt. Besonders Schiedsrichter Grätz und Thom hatten sich in dieser Saison mächtig auf den ECD eingeschossen .Einige Spieler hatten nach dem Match Tränen in den Augen. Der Kommentar von Verteidiger Holger Leonhardt nach dem Spiel , "was willste da machen wenn man immer wieder für nichts auf die Strafbank wandert." Craig Dill besorgte den Siegtretter für Herne kurz vor dem Ende.



Die Derbys gegen Herne waren wieder einmal  die Höhepunkte für die zahlreichen Zuschauer.

  Hier die Tabelle nach der Vorrunde 1991/92

1. EHC Unna 20       154:80 35:5
2. 1. HEC Bonn (N) 20       115:127 24:16
3. Herner EV (N) 20       123:108 21:19
4. EC Dorsten 20       102:134 11:29
5. Schalker Haie 87 20       74:119 9:31

Es wurde zunächst ein weitere Zwischenrunde ausgespielt in Form einer Doppelrunde. Zunächst traf der ECD auf die Herforder EG, den REV Bremerhaven und die Schalker Haie.

Bruno Leverenz



Gegen den REV Bremerhaven kam es beinahe zu einem Eklat. Freizeitläufer hatten auf dem Eis Salz gestreut, kein Witz, deshalb hatte sich ein dickes Loch in der Eisfläche gebildet.Lange dauerte es bis der Schaden behoben werden konnte. Viele der 500 Zuschauer waren bereits auf dem heimweg als die begenung dch noch losging. Es war eines der besten Oberliga Spiele die der ECD in dieser Spielzeit ablieferte. Am Ende siegte die Mannschaft mit 5-3 Tore.

Tor für den ECD, Bruno Leverenz und Thomas Otto



Die mitgreisten Fans aus Bremerhaven fuhren anschließend noch mit  ins Vereinlokal nach Bücker und einige Jahre hielt man regen Kontakt zu den Jungs aus Fishtown. Im letzten Jahr dann ein unerwartenes Wiedersehen mit den Bremerhavener Puckfreunden. Beim  Becks-Cup und Fantreffen an der Nordseeküste liefen mir plötzlich die Jungs von damals über den Weg. Nach 16 Jahren hatte man sich jedoch nicht vergessen und feierte das Wiedersehen ausgiebig. War schon echt toll über die alten Zeiten zu schnacken."
Ein ganz besonders Spiel fand im Februar 1992 dann in Herford statt. Übrigens gewann der ECD in der Zwischenrunde alle Begenungen gegen die Ostwestfalen.



Thomas Otto hier beim Spiel gegen den EHC Unna

Zunächst musste der ECD eine Lehrstunde über sich ergehen lassen. Die etwa 50 mitgereisten Zuschauer aus Dorsten waren bedient. Nach 40 Minuten lag die HEG 5-1 in Führung und alles sah nach eine dicken Klatsche aus. Die Penalty Killer, unser Vorgänger Fan-Club hatten sich bereits in der Stadionkneipe platziert und wollten sich bei dem saukalten Wetter diesem Mist nicht mehr antun. Orginalton Iserlohner.
Das letzte Drittel begann, wir hatten uns alle einen halben Liter Herforder Pils bestellt, als plötzlich im Stadion ein Raunen durch Rund ging. Der ECD hatte auf 5-2 verkürzt. Einzig unser Antialkoholiker Matthias S. hatte noch einen Sieg vorrausgesagt und blieb unerschütterlich auf der Trinüne stehen. Nun ja Ergebniskosmetik dachten wir. Wenige Minuten später wieder ein Aufschrei, erneut Tor für Dorsten. Nun begaben sich die ersten doch noch einmal zum Fanblock. Als ich gearde mein Bier ausgetrunken hatte wieder Tor für den ECD, nur noch 5-4, jetzt gab kein halten mehr, ohne zu bezahlen ab ins Stadion und ran an die Trommel und tatsächlich der ECD drehte das Match noch und gewann mit 7-5.Gabi Dittko stand damals  neben mit und wir schauten uns etwa ungläubig an was da gerade mit den Herfordern gemacht wurde. Orginalton  "Unglaublich dieser Haufen." Scott Turnbull und vor allem Doug Moffat spielten eine Riesendritel.
Die Rückfahrt war dann wie sich jeder denken kann feucht fröhlich und die Ostwestfalen die uns vorher noch ausgelacht hatten, waren total am Boden zerstört. Das war einfach Eishockey pur.
In Gelsenkirchen gab es einen 6-5 und 5-4 Sieg, dabei markierte Marco Piwonski in der Schlußsekunde den Siegtreffer. Zuhause nahm der ECD die Haie mit 9-2 und 6-3 auseinander. Gegen Herford gab es einen weiteren 7-4 Sieg und in Dorsten einen 6-4 und 4-2 Erfolg. Nur gegen Bremerhaven musste sich die Mannschfat zweimal geschlagen geben. Beim 3-6 verspielte der ECD einen 3-1 Vorsprung. Beim zweiten Gastspiel lieferte übrigens Scott Turnbull sein Glanzstück ab, nicht das er im Alleingang das Spiel entschioeden hatte. nein, er lieferte sich mit Bremerhaven Deutsch-Kanadier Rob Torgler schon beim Warmlaufen eine fünfminütige Schlägerei. Die Zuschauer tobten. Uns 10 mitgreisten Dorstener war dabei gar nicht gut, denn damals waren in Bremerhaven auch einige sehr unsymphatisch Zeitgenossen in der Halle. Das 4-4 im ersten Aufeinandertreffen hingegen war eines der besseren Spiele. Der ECD holte noch einen zwei Tore Rückstand auf und sicherte sich einen verdienten Punkt. Die 70 mitgereisten Fans hatten ihre helle Freude. Diesmal hatten wir uns mehr Unterstützung mitgebracht und sorgten für entsprechende Lautstärke. Nach dem Spiel gab es allerdings Streß mit ein paar unverbesserlichen Fußballdeppen.

 Besprechung beim ECD Training



   Hier die Tabelle der Zwischenrunde                   
1. EC Dorsten 12       67:52 19:5
2. REV Bremerhaven 12       61:45 16:8
3. Herforder EG 12       56:50 11:13
4. Schalker Haie 87 12       35:72 2:22

Aufgrund des ersten Tabellnplatzes konnte sich der ECD nun den Gegner für die Entscheidungsspiel zur Endrunde mit den Regionalligisten aussuchen. Damals war es so, die Teilnehmer der Zwischenrunde konnten der Platzierung nach den Gegner bestimmen gegen den man antreten wollte. Damals waren die Frankfurter Löwen gerade Meister der Regionalliga Mitte geworden. Der Kader war mit Stars gespickt, Jeder wollte natürlich den Löwen zunächst aus dem Weg gehen da man sportlich wohl keine Chance gegen das Staremblem der Hessen haben würde. Der ECD suchte sich letztlich den SC Solingen aus.Das esrte Spiel sollte in Solingen stattfinden. "Mit fünf Fanbussen ging es in die Klingenstadt." Die etwa 300 Dorstener Zuschauer unter den 700 Fans waren natürlich in bester Laune. Trotz des Ausfalls von Doug Moffatt und Scott Turnbull. Der ECD ließ dem SCS keine Chance und siegte leicht und locker mit 9-0 Tore.
Das Rückspiel war nur noch Formsache. Vor 600 Zuschauer gewann der ECD ohne Probleme mit 13-1 und sicherte sich mit den beiden Erfolgen die Qualifikation für die nächste Oberliga Spielzeit

Freuen sich über den klaren Erfolg in der Relegation gegen Solingen.



Nun folgte die Oberliga Meisterrunde:
Dort traf der ECD in Hin-und Rückspiel auf folgende Vereine: ESC Frankfurter Löwen, ESC Wedemark, ESC Wolfsburg, Grefrather EC, Herforder EG, Hamburger SV, REV Bremerhaven, HEC Bonn, Herner EV, ETC Timmendorf und EC Braunlage. Der EHC Unna stelle seinen Spielbetrieb ein, später dolgte noch Grefrath.
Der kleine Club aus der Lippestadt musste trotz guter Ergebnisse mittlerweile einen enormen Zuschauerrückgang verkraften. In der Meisterrunde kamen nur noch gut 400 zahlende Fans, was natürlich ein enormes Loch in die ohnehin nicht prall gefüllte Vereinskasse riss.

Dabei begann die Runde ganz nach dem Geschmack der Dorstener Fans. Gegen den Hamburger SV gab es zum Auftakt ein tolles 10-3. Die 500 Zuschauer feierten die Mannschaft lautstark. Vor allem die erste Formation um Doug Moffatt, Scott Turnbull und Thomas Otto zeigte sich in toller Form. Der ECD hatte sogar damit die Tabellenführung der Oberliga Meisterrunde übernommen. Doch schon in Grefrath beim aus der 2.Bundesliga Nord abgestiegenen Club, gab es ein 1-5. Wayne Hynes und Steve Brown zeigten den Dorstenern klar die Grenzen auf.

Damian Steiert, hier im Spiel in Solingen, der ECD schoß die Klingenstädter mit 9-0 in deren Halle förmlich ab.



In den folgenden Wochen gab es dann nicht mehr viel zu  bejubeln. Gegen Herford setzte es zwei Niederlagen, ausgerechnet in Herne dann wieder ein Lichtblick. Die Mannschaft erkämpfte sich ein hart erkämftes 5-4 und zwei nicht eingeplante Punkte. Frank Pribil war der Turm in der Abwehrschlacht. Thomas Otto war es der den umjubelten Siegtreffer des ECD fünf Minuten vor dem Ende schaffte. Die 100 mitgereisten Fans waren völlig aus dem Häuschen. Die Stimmung war so gut, dass Fan-Club Trommler Marc Rode vor lauter Freude einem Herner Fan an einer Ampel mit seinem Wagen touchierte. Ist allerdings nix passiert und auch der Herner war schnell wieder bester Laune, so das es ohne Probleme ins heimische Dorsten ging. Wo  dann eine zünftige Siegesfeier bei Bücker stattfand.

Drr krasse Gegensatz folgte dann gegen den ESC Wedemark. Gerade einmal noch 250 Fans waren gekommen und diese wurden  bitter enttäuscht. Mit 5-11 setzte es eine böse Pleite. Viele der Zuschauer verließen schon lange vor dem Spielende entsetzt die Halle. Der ECD zeigte Gurkenhockey der ersten Güte.



"Ein Spiel was man schnell vergessen sollte", so der Kommentar der enttäuschten Fans nach dem 5-11 gegen Wedemark.


"Dann gings am 10.02.1992 nach Frankfurt. Lange hatten wir diese Fahrt vorbereitet. Mit zwei Fanbussen  ging es in die Maimetropole. Dort angekommen bot sich uns ein toller Anblick, eine Eissporthalle aus dem Bilderbuch. Zu jener Zeit verdiente ich mir mit dem Verkauf von Eishockey Souvenirs etwas hinzu. Eines vorweg, die Frankfurter haben mir so ziemlich alles abgekauft, was sich in meinem Sortiment befand. Grins, die Kasse klingelte."

ESC Stadionzeitung 1991/92 gegen den ECD 



Es klingelte aber auch im Tor von ECD-Keeper Frank Pribil. Nämlich gleich zehnmal. Doch die eingeplante Niederlage werden die 100 mitgereisten Dorstener Zuschauer wohl bis heute nicht vergessen. Fast 6000 Zuschauer waren an den Ratsweg gekommen und der ECD verkaufte sich im ersten Drittel toll. Zunächst brachte Doug Moffat den Außenseiter in der 10.Minute in Front. In Sprechchören forderten wir die Schiedsrichter auf, dass Spiel zu beenden. Doch die Frankfurter mit Spielern wie dem Kanadier Trevor Erhardt, dem US-Boy Mark Boussy, Ex Nationalspieler Manix Wolf, Toni Forster, Mike Wehrmann usw. bestückt, legten nun los. Zwei schnelle Tore und die Löwen führten. Allerdings hatte Scott Turnbull noch eine Antwort inpetto und glich mit einem Hammer zum 2-2 Pausenstand aus. Riesenjubel im ECD-Block. Die beiden Dorstener Reihen hatten jedoch nicht die Kraft dem ESC über die gesamte Spielzeit Paroli zu bieten. Nur noch ein Treffer durch Dietmar Schramm konnte bejubelt werden. Trotz der klaren Niederlage, die Fahrt war für alle mitgereisten ein Erlebnis. Nach diesem Spiel hat keine Dorstener Mannschaft je wieder vor solch eine großen Zuschauerkulisse gespielt.


Eine Überraschung gelang dem EC Dorsten dann in Wedemark. Beim 9-8 Erfolg waren nur weinige Zuschauer aus Dorsten mitgefahren. Als wir dann auf  Videotext nachschauten, konnten wir es eigentlich nicht so recht glauben das der ECD gewonnen hatte. Doug Moffatt erzielte vier Minuten vor dem Ende den entscheidenen Treffer zum Sieg. 
"Sollte Marc Rode diesen Bericht lesen, "ich weiß, ich war es, der gesagt hat, die kriegen eh einen auf den Deckel und wir deshalb nicht nach Wedemark gefahren sind. Ich bin Unwürdig!! "

Doch trotz dieses Erfolges, der ECD wurde nun langsam ans Tabellenede durchgereicht. Gegen den REV Bremerhaven gab es in zwei Spielen ebenso nichts zu holen wie gegen 2.Ligabsteiger ESC Wolfsburg. Doch verkaufte sich der ECD vor etwa 400 Fans gegen den Club aus der VW Stadt hervorragend. Beim 4-6 hatte man den ESC an den Rand einer Niederlage gebracht. Bei den Gästen spielten damals Mark Kosturik, später Nationalspieler und der Ami John Markrel. Sie waren letztlich mit Peter Just für den Erfolg des ESC in Dorsten verantwortlich. In Wolfsburg gab es dann im Rückspiel ein klares 1-5. Auch gegen den EC Braunlage setzte es eine Pleite. Doch führte die Mannschaft lange Zeit gegen Doug Murray, Mark Mahon.Die beiden Importe des ECB sorgten für die entscheidenen Treffer. Am Ende siegte der Gast aus dem Harz mit 5-7. Aufgrund finanzieller Probleme hatte sich dann der Grefrather EC vom Spielbetrieb abgemeldet. Dadurch fehlte dem ECD eine weitere wichtige Einnahme. 


Letztmals kam es dann zum Derby mit dem Herner EV. Die gut 700 Zuschauer bildeten noch einmal eine schöne Kulisse. Der ECD erwischte einen Sahnetag. Bis auf 9-2 zog man bis zur 50 Minute davon. Erst danach konnte der HEV das Ergebnis erträglicher gestalten. Am 9-5 Sieg konnten sich die Fans so richtig erfreuen. Beim HSV gab es dann wieder eine klare 2-7 Niederlage. Zum Spiel gegen die Frankfurter Löwen kamen dann nur 600 Fans, eine mehr als enttäuschende Zuschauerzahl. Der ECD hatte sogar vorher erwogen das Spiel nach Frankfurt abzugeben. Doch diese boten dem Club nur bescheidene 15.000 DM. Ein Umzug nach Schalke wurde letztlich auch verworfen. 

Das Star-Team der Frankfurter Löwen in der Oberliga Meisterrunde 1991/92



Als dann am 12. März 1992 die ersten Fans der Löwen an der Crawleystraße ankamen, sagten wir denen,  dass dies unsere Trainingshalle wäre und sie hier nur parken dürfen. Das große Stadion würde 600 Meter weiter seiin. Einige habens doch tatsächlich  geglaubt. Zusammen mit dem Löwen gabs dann vor dem Match eine nette kleine Feier bei Äpplewein und Warsteiner aus der Dose."

Peter Holubeck gegen die Frankfurter Löwen, der ECD unterlag nach guten Spiel 3-10.



Das Spiel begann mit einem Paukenschlag. Nach nur 17 Sekunden tobte die Halle, Doug Moffatt erzielte das 1-0. Würde es doch tatsächlich eine Sensation geben? Nein, die Löwen blieben cool und konterten. Zwar hatte der ECD eine Vielzahl an Chancen und spielte wirklich gut mit, doch die Tore erzielten die Frankfurter. Effektiv halt. Die Tore von Peter Holubeck und Scott Turnbull waren zu wenig, denn auch Frankfurt hatte wie schon im Hinspiel seinerseits zehnmal den Puck ins Dorstener Tor befördert. 


Marco Piwonski und Mark Mc Kay hier im Zweikampf, 
der ECD verlor in Timmendorf mit 6-13.

 

In Timmendorf ging der ECD dann beim 6-13 regelrecht unter. Auch im Rückspiel siegte die Mannschaft von Mark Mc Kay (später Kapitän der deutschen Nationalmannschaft) und Jeff Tommlinson eindeutig mit 7-4.

Dietmar Schramm lässt Mc Kay hinter sich, der ECD unterlag in Timmendorf klar.



Die Fans waren mitterweile satt. Die dauernden Niederlagen und die anhaltenen Gerüchte, der Club würde sich nach der Sasion aus der Oberliga zurückziehen, sorgten für ein reges Desinteresse bei den Dorstener Fans. Die beiden letzten Spiele gegen Hennef-Bonn waren dann die Abschiedsspiele für den EC Dorsten aus der 3.Liga. Zunächst gab es vor nur noch 150 Unentwegten eine 5-7 Niederlag und im letzten Oberligaspiel in Troisdorf ein 6-13 gegen den HEC Bonn. In Troisdorf lief dann sogar Torhüter Mario Schütt als Feldspieler auf.

Oberliga Nord Finalrunde

 

Club

Sp

S

U

N

T

P

1.

ESC Wolfsburg

20

18

1

1

158:172

37:3

2.

Frankfurter ESC

20

16

2

2

181:87

34:6

3.

ETC Timmendorf

20

15

2

3

141:180

32:8

4.

EC Harz-Braunlage

20

11

1

8

114:96

23:17

5.

Herner EV

20

9

0

11

118:122

18:22

6.

REV Bremerhaven

20

9

0

11

103:130

18:22

7.

Herforder EG

20

7

2

11

116:128

16:24

8.

ESC Wedemark

20

6

2

12

112:135

14:26

9.

Hamburger SV

20

5

0

15

78:149

10:30

10.

1.HEC Bonn

20

3

4

13

88:139

10:30

11.

EC Dorsten

20

4

0

16

95:166

8:32

12.

EHC Unna

Spielbetrieb eingestellt

13.

Grefrather EC

Spielbetrieb eingestellt






Wie würde es weitergehen? Diese Frage stellen sich viele Eishockey voller Sorge, würde es der ECD schaffen weiter im Konzert der Großen mitzuspielen?





 
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Letzte Aktualisierung
 
2.Mai 2012
Die eislose Zeit ist vorbei
 
 

 

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