EJD 1996-1998
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NRW Liga und Regionalliga NRW   1996-1998

Im zweiten Jahr in der NRW-Liga zeigte die Manschaft der EJD unterschiedliche Leistungen. Neu im Team waren: Dirk Schmitz, Andreas Marten, Martin Mehlbaum und Sven Köpke die aus Dinslaken kamen. David Cornelies, Michael Haustein und Mike Jegers kamen vom EHC Wesel an die Crawleystraße. Tim Scholz kam zurück aus Schalke. Mit Udo Scholz konnte der Club zudem einen überdurchschnittlichen Defender verpflichten, dessen Enagagement nur durch die Unterstützung der Fans möglich war, die die Aufwendungen für Scholz  übernahmen.
An der Bande stand nun Hans Potzgruber, Doug Moffatt sollte sich nun ausschließlich auf's Spielen konzentrieren. Glenn Carnegie war im Frühjahr zurück nach Kanada gegangen. Die zweite Importstelle sollte zunächst durch den Kandier Brent Watson besetzt werden, doch scheiterte dessen Verpflichtung an dem Votum des Zweitligsiten Neu/Ulm, dort hatte Watson bereits einen Kontrakt für die Saison unterschrieben. Die geforderte Ablöse war der EJD dann zu hoch und deshalb verzichtete der Verein auf ein Engagement des torgefährlichen Stürmers.

Der Saisonauftakt war vielversprechend. Gegen TuS Wiehl landete die EJD einen 13-1 Kantersieg. Die gut 250 Zuschauer waren zufrieden. Doug Moffatt und Tim Scholz bildeten mit Sven Köpke die neue erste Reihe, die für viele Tore sorgte.

Doch schon zwei Tage später gab es beim 2-5 in Solingen den ersten Dämpfer. In Hennef gelang der Mannschaft dann ein 9-4 Erfolg. Der HEC hatte in diesem Spiel keine Chance und die Dorstener konnten erstmals seit vielen Jahren mal wieder ein Spiel an der Sieg erfolgreich gestalten.
Doch es fehlte einfach die Kontinuität im Kader. Das 1-2 gegen Aufsteiger Neusser EV fällt unter die Kategorie, "ganz schnell vergessen"
Zu Beginn der Saison wechselten sich Erfolge und Mißerfoge stetig ab. Zunächst gab es eine Erfolgsserie. 9-1 in Moers, dann ein hart umkämpftes 3-2 gegen Zweitliga-Absteiger EC Lünen.
Es folgte das Spitzenspiel beim Tabellenführer Herforder EC. Gut 600 Zuschauer waren im "Kleinen Felde" anwesend und sahen ein mitreißendes Spiel. Die Wölfe blieben cool und konterten die Gatsgeber eiskalt aus. Doug Moffatt spielte wie in besten Oberliga-Zeiten und die beiden Spitzen Köpke und Scholz rissen immer wieder Löcher in die unsichere Teufel Verteidigung. Diese drei Spieler erzielten letztlich auch alle Dorstener Tore beim 5-2 Erfolg. Die 80 mirgereisten Fans aus Dorsten waren begeistert und feierten die Mannschaft noch minutenlang. Auch der Henerfer EC musste die Stärke der Wölfe im Rückspiel neidlos anerkennen. Mit 7-2 schickten die Mannen von Trainer Potzgruber zurück nach Hause.
Doch der Coach der Wölfe war intern umstritten. Potzgruber kam beiden Spielern nicht an und es rumorte auf dem Eis und in der Kabine.
So kam es wie es kommen musste, die Manschaft schlitterte von der Erfolgsserie in eine Formkriese. Pleiten gegen Herford 2-7 und in Lünen waren die Folge. 
In Neuss unterlag  ebenso man  wie in Solingen (7-8). Doch dort zeigte die Truppe was sie wirklich kann. Mit 7-0 lag man eigentlich schon aussichtslos zurück. Dann jedoch ging noch einmal ein Ruck durchs Team. Tor um Tor wurde erzielt. Letztlich fehlte am Ende ein einziger Treffer um noch das verdienet Unentschieden zu holen. Ausgrechnet der ehemalige Dorstener Marco Piwonski erzielte den entscheidenen Treffer für den EHC Solingen.
Neben der sportlichen Krise hatte die EJD nun auch personell arge Probleme in Wiehl setzte es dann ein 4-8 der absolute Tiefpunkt war erreicht. Trainer Hans Potzgruber musste gehen.
 
Nach und nach erholte sich die Mannschaft und zwei Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde brauchte die EJD noch zwei Siege um sich für die Aufstiegsrunde zur 2.Liga Nord zu qualifizieren. Zunächst gings nach Neuss. Der Angstgegner schlechthin. Die mitgereisten Dorstener Zuschauer feuerten ihre Jungs lautstark an und ein Doug Moffatt in Galaforrm führte seine Mannschaft letztlich zu einem klaren 5-0 Erfolg im Südpark.

Das letzte Spiel sollte dann zu einem Knaller werden. Tabellenführer Herford brauchte noch einen Sieg um Meister zu werden, die Wölfe ihrerseits brauchten die Punkte um die Aufstiegsrunde zu erreichen.
400 Zuschauer waren gekommen, darunter auch gut 50 Herforder Fans. In Herford hatte man bereits damit begonnen, alles für die Meisterfeier herzurichten. HEC-Präsidentin Giesela Lukowiak war fest von einem Sieg ihrer Ostwestfalenteufel überzeugt. Doch da spielten die Wölfe nicht mit.
In einem packenden Spiel entschied die EJD die Begegnung zur Freude der anwesenden Lüner Fans mit 4-2. Damit war plötzlich der EC Lünen Meister der NRW-Liga. So kann es gehen. Jubel auf der einen, Trauer auf der anderen Seite.

Doch zwei Tage später gab es dann ein böses Erwachen aller NRW-Liga Clubs. Der Verband wollte erreichen, das alle Spiele der Aufstiegsrunde mit drei Schiedsrichtern gespielt werden. Das bedeutete damals pro Gespannn ca. 1000,- DM. Die Club meuterten und einigten sich geschlossen darauf, auf die Aufstiegsrunde zu verzichten. Dieses eine mal hatte man den Oberen Paroli geboten. Fragt sich der neutrale Zuschauer und Leser warun die Vereine dies nicht immer handhaben und dem Verband zeigen das man sich nicht alles gefallen lässt.

Aufgrund des Verzichtes musste nun ein Pokalrunde gespielt werden. Zudem war durchgsickert das es in der nächsten Spielzeit wieder ein überregionalle Regionalliga geben wird. Der Verlauf der Pokalrunde ist schnell erzählt. Die EJ Dorsten wurde Zweiter. Der VERC Lauterbach sicherte sich den Sieg in dieser Runde. Höhepunte waren dann sicherlich die beiden Siege gegen  Herford (4-2 und 5-4)
Lustig auch das Spiel gegen Dinslaken was mit 20-0 für die Wölfe endete. Die total unterlegenen Gäste wurden ab dem letzten Drittel von den Dorstener Fans lautstark angefeuert. doch den verdienten Ehrentreffer schafften sie leider nicht. 
Fazit. Eine sehr durchwachsene Spielzeit mit vielen Problemen war zu Ende gegangen. Die EJD hatte sich für die Regionalliga qualifiziert. Finanziell musste man ein dickes Minus hinnehmen. Einige Sponsoren hatten ihre Zusagen nicht eingehalten und auch der Zuschauerzuspruch war enorm gesunken. Nur noch gut 200 Fans waren im Schnitt gekommen. Über 100 weniger als noch ein Jahr zuvor. Nun schaute man erwartungsvoll in die neue Spielzeit.

1997/98                   
Die Äre Vorländer beginnt

Nach den zwei ersten Spielzeiten in der NRW Liga beschlossen die Vereine nun eine überregionale Regionalliga zu instalieren. Diese hatte es in sich. Neben den bekannten Teams aus Gelsenkirchen, Dorsten, Wesel, Wiehl, Herford, Lünen,Solingen,  Lauterbach und Neuss kamen nun noch die beiden 1b Teams des Krefelder EV Absteiger aus der 2.Liga und die Reserve der Revier Löwen Oberhausen hinzu. Mit den Ratinger Aliens kam ein ganz neuer Verein dazu der bereits in der DEL spielte.Hinzu gesellter sich der ESC Erfurt. Ein illustres Teilnehmerfeld das sicherlich nicht unatracktiv war aber die Anforderungen an den Verein stiegen natürlich, im sportlichen wie im finanziellen Bereich.

Regionalliga NRW Saison 1997/98

  Endstand Sp S U N Tore Punkte
1 Schalker Haie 24 24 0 0 161:45 48:0
2 Ratinger Ice Aliens 24 21 0 3 174:63 42:6
3 Ratinger Löwen 1b 24 16 1 7 146:113 33:15
4 Herforder EC 24 14 4 6 151:109 32:16
5 ESC Erfurt 24 13 3 8 116:69 29:19
6 VERC Lauterbach 24 12 1 11 123:127 25:23
7 EC Lünen 89 24 10 3 11 109:117 23:25
8 EJ Dorsten 24 8 3 13 127:129 19:29
9 Neusser EV 24 8 3 13 96:109 19:29
10 EHC Solingen 24 7 2 15 107:120 16:32
11 Krefelder EV 1b 24 7 2 15 86:123 16:32
12 EHC Wesel 24 3 2 19 80:169 8:40
13 TuS Wiehl 24 0 2 22 61:244 2:46

In den Sommermonaten waren die Verantwortlichen der Wölfe bemüht den Verein finanziel entsprechend für die Regionalliga aufzustellen, doch wollte der erhoffte Geldregen nicht so eintreffen wie sich das so mancher Funktionär innerhalb des damaligen Vorstands vorgestellt hatte. So kam es, das die Brust des Spieltrikots gänzlich leer blieb. Zwar konnten die Wölfe auf zahlreiche Kleinsponsoren bauen die den Verein auch nach Kräften unterstützten doch reichte das bei weitem nicht aus, um die Kosten zu decken. Zudem hatte der Verein auf dem Transfärmarkt nicht unerheblich zugeschlagen. Mit dem Kanadier Casey Wilson wurde ein neue Stürmer aus dem Murtterland des Eishockey Sport verpflichtet. Weiter  treu blieb die Kanadier Doug Moffatt und Scott Turnbull gab wieder einmal sein Comeback bekannt. Dazu gesellte sich noch Dave O'Brien aus Adendorf, eine absolute Eishockeygröße doch schon weit über den Leistungszenit hinaus. Patrick Schmitz kam von den Schalker Haien an die Crawleystraße. Ein Kader der sicherlich über viel Qualität verfügte aber nicht zusammnen passte. Schon in der Vorbereitung wurder deutlich, dass einige Spieler absolut unvorbereitet aus dem Sommerurlaub nach Dorsten kamen. Casey Wilson, dessen Vater übrigens in der NHL spielte, zeigte zwar ansprechende Leistungen doch hatte man sich einiges mehr von dem Stürmer erhofft, zu oft tauchte der Import unter und viel zu seltend konnte er Spiele entscheiden wie man es von einem Ausländischen Profi erwartete. Doug Moffatt war zwar wie immer einer der wichtigen Leistungsträger der Wölfe doch er allein konnte die Spiele nicht gewinnen. Zum Punktspielauftakt kam gleich der Herforder EC an die Crawleystraße und in diesem Spiel sollte es hoch hergehen. Vor gut 400 Zuschauer gab es eine 7:9 Niederlage und auf dem Eis ging es richtig zur Sache. Als Scott Turnbull dann in der Höhe des Herforder Fanblogs von HEC-Fans am Sicherungsnetz angegriffen wurde und dabei sogar noch bespuckt wurde, eskalierte es, Turnbull wehrte sich gegen die Angriffe und auch die Zuschauer beider Seiten lieferten sich eine wüste Prügelei auf der Tribüne. Turnbull kassierte eine Matchstrafe, unverständlich denn er hatte sich nur gegen Schläge der Zuschauer gewehrt. Das war allerdings auch die einzigste Disziplinarstrafe die er in dieser Saison unbereichtgterweise kassierte. Es folgten noch weitere. Zwar war er ein verlässlicher Torjäger doch kamen immer wieder unerklärliche Ausraster hinzu bei denen er immer wieder Sperren kassierte und so dem Team in vielen Spielen fehlte.Schade sportlich war der Kanadier immer wieder eine Atraktion, wenn er sich nur besser unter Kontrolle gehabt hätte aber so war sein Verhalten irgendwann nicht mehr zumutbar und  so wurde er letztlich gegen Ende der Aufstiegsrunde entlassen als er in einem Spiel gegen die Schalker Haie seinem Gegenspieler Eric Daniles übel verletzte. Horst Vorländer hatte die Nase voll und gab die Trennung von dem Kanadier bekannt.
Nach dem peinlichen 1:7 am 2.Spieltag gegen den EHC Solingen zogen die Verantwortlichen bereits schon erste Konsequenzen, der Zuschauerschnitt war zudem nicht einzuhalten man hatte mit etwa 400 Fans kalkuliert, eine Zahl die einfach nicht zu realisieren war.Gdegen Solingen waren nur 150 gekommen, Dave O'Brien wurde wurde wegen seiner schlechten Leistungen entlassen. Einzig im Vorbereitungsspiel gegen die Schalker Haie konnte er andeuten über welche Qualitäten er einst verfügte.In Dorsten jedoch war er nur noch ein Schatten früherer Tage. Dann der absolute Tiefpunkt, im Derby gegen den EHC Wesel setzte es die dritte Heimpleite hintereinander. Mit 1:4 siegte der EHC und wusste eigentlich gar nicht warum er gewonnen hatte.Die Fans standen auf den Barikaden und forderten die Mannschaft auf endlich Gas zu geben.

Doch wie immer in solchen Situation in Dorsten kam dann ein Gegner gegen den man eigentlich chancenlos war und das war die Chance der Wölfe. Die Ratinger Aliens, mit drei Siegen gestartet, ärgster Verfolfger der Schalker Haie kam nach Dorsten.

"Ich kann mich noch gut an dieses Spiel erinnern, schon gut zwei Stunden vor dem Spiel war ich an der Eissporthalle und wir bereiteten mit dem Fanclub alles wie sonst auch vor. Traditionel kommen/kamen die Dorstener Eishockey Fans erst kurz vor dem Spiel in die Halle außer natürluich die paar Unentwegten, die sich meistens vor der Halle auf eine Bierchen trafen. Zahlreiche Fans aus Ratingen reisten an und waren weit in der Überzahl, dabei hatte sich einige Fans der Rheinländer in unseren Blog verirrt und hängten ein paar Gummistiefel über unsere Fanecke auf. Das kam nicht sonderlich gut an und nach einigen Disskussionen verkrümelten sich die Aliens Fans in ihrern Blog. Mit dabei auch Mike, vom Ratinger Fan Club Bandencheck, bei einem Bierchen meinte er süffesant, dass wir heute den Hintern voll kriegen und ich entgegnete das alles andere wohl einer Sensation gleichkommt. Innerlich dachte ich "Du arroganter Vogel, heute müsst Ihr straucheln dann geht hier die Lutzi ab."  Nun, als das Spiel begann, es waren etwa 400 Ratinger und etwa 200 Dorstener Anhänger in der Halle, die Kulisse war sicherlich übberraschend gut gewesen.
Das Spiel begann mit einem Paukenschlag, die Wölfe kämpften um jede Scheibe, förmlich mit dem Mute der Verzweifelung. Nach der 2:1 Führung der EJD zogen die Außerirdischen aber das Tempo deutlich an und Trainer Otto Schneidtberger konnte bis zur ersten Pause drei Treffer seiner Mannschaft bejubeln. 2:4 nach 20 Minuten, also doch alles wie erwartet. 

Dann jedoch passierte etwas, was in Dorsten einmalig war, die Zuschauer waren bei solchen Spielen plötzlich wach und feuerten ihr Team frenetisch an. Was genau den Umschwung herbeiführte weiß ich nicht, war es die Überheblichkeit der Aliens und deren Fans die ihre Gummistiefel über unserer Ecke lautstark forderten oder war es einfach ein plötzlicher Leistungssschuib bei unserer Mannschaft.Tim Scholz wurde in diesem Spiel zum Matchwinner, erzielte vier Treffer und Doug Moffatt in der Verteidigung und Mike Jegers im Tor waren hinten der Fels in der Brandung. Als es nach dem zweiten Drittel 4:4 stand sang der Dorstener Blog die Pause durch und als wir dann in Führung gingen war von den Ratinger wirklich gar nichts mehr zu hören. Die Mannschaft spielte sich in einem Rausch. Der ko. fü die Gäste zum 7:4 fiel in der 58.Minute durch Tim Scholz. Bei diesem Tor befand ich plötzlich stehen  auf der Bande, wie ich da hoch gekommen bin weiß ich bis heute net. Die Fans tobten und feierten noch lange nach Spielschluß ihre Wölfe. Trainer Schneidtberger stand sprachlos an der Bande und das Starembleme der Aliens verzog sich schleunigst in die Kabine. Die Fans der Ratinger hatten bereist kurz vor dem Ende das Weite gesucht und ich schnappte mir schnell die Gummistiefel und überreichte diese einem Ratinger Fan der grinsend zum Sieg gartulierte.




Der Wölfe am Scheideweg

Nur zwei tage später kam es zum Rückspiel am Sandbach. Am Sonntag war auch der neue russische Verteidiger Viktor Proskuriakov eingetroffen und sah den historischen Sieg gegen ratingen, es war die erste Niederlage der Aliens in deren Vereinsgeschichte. Die Aliens waren heiß, denn die Schmährufe unserer Fans hatten ihre Wirkung nicht verfehlt. Trotz eines Dienstagstermins reisten wir zahlreich nach Ratingen doch diesmal ließen die Rheinländer nichts anbrennen und gaben uns beim 10:0 Sieg eine Lehrstunde.Auch Proskuriakov der ein solider verteidger war und bis zum letzten Moment nicht aufgab konnte die zweistellige Pleite nicht verhindern. Beim 5:5 gegen den EC Lünen mussten die Wölfe erst kurz vor Schluß den unglücklichen Ausgleich hinnehmen, ein gewisser Milan Vanek war dabei auf Lüner Seite an diesem Abend zusammen mit Daniel Jun nicht zu stoppen.
Zwei Tage später ging e d ann nach Erfurt zum den ESC Dragons. Erstmals traf die EJD in einem Meisterschaftsspiel auf einen Vertreter aus den  neuen Bundesländern. In Erfut angekommen wurde  mir schon recht schnell klar, hier erwartet uns einiges, denn die Ausdrucksweise einiger Thüringer Fans ließ doch gewaltig zu wünschn übrig. In diesem Spiel brilierten vor allem Scott Turnbull und Dirk Schmitz die sich mit einigen eindrucksvollen Checks schnell Respekt verschaften. Scott erzielte drei Tore und war der beste Dorstener an diesem Tag. Die Wölfe zeigten eine ihrer besten Leistungen und gewannen völlig verdient mit 6:4 Toren. Es war, wie sich wohl jedervorstellen kann eine feucht fröhliche Rückfahrt ins Ruhrgebiet.

Es schien, als wenn die Mannschaft nun richtig in der Liga angekommen war doch dann folgte das Spiel gegen die Revier Löwen Oberhausen 1b. Bei denen war unter anderem im Kader  ein gewisser Daniel Kreutzer, heute Nationalspieler in Düsseldorf , und ein Carsten Gosdeck, der schon bei diversen DEL Vereinen und in der 2.Bundesliga bei nahmhaften Clubs spielte. Das Spiel begann vor schwacher Kulisse gut für die Wölfe doch dann hatte Scott Turnbull dem an diesem Tag nicht viel gelingen wollte, seinen Ausraster und was für einen.
Udo Schmidt, Routenier bei den Löwen und im Eishockey kein Unbekannter,unter anderem mit den Kölner Haien einige male Deutscher Meister geriet mit dem Kanadier aneinander. Man kann sich gut vorstellen das Schmidt schon so manche Auseinadersetzung in der höchsten Deutschen Spielklasse ausgefochten hat doch die Abreibung die ihm Turnbull an diesem Abend verpasste hatte es in sich. Eigentlich geht ein Publikum sofort mit wenn einer seiner Spieler seinem Gegner mal so richtig einen einschenkt, gerade hier im Ruhrpott wollen die Leute so was sehen doch an diesem Abend reagierten die Fans völlig unerwartet, anders als normal.
Urplötzlich war der Dorstener Anhang gegen seinen kanadischen Liebling und forderte lautstark die Ablösung des Kanadiers, das war etwas, dass hatte es bisher noch nicht oft in der Lippestadt gegeben, spielgelte aber den Stimmungszustand unter den Fans wieder, man hatte die Nase voll von den dauernden Eskaparden und wollte nicht permanent auf seinen stärksten Scorrer verzichten. Die Wöllfe verloren das Spiel mit 4:8 Toren trotz eines bärtenstarken Sven Köpke der gleich dreimal für die EJD traf.

In Herford lieferte der dezimierte Kader der Wölfe dann aber ein echtes Glanzstück ab und holte beim 5:5 vor 800 Fans einen wertvollen Auswärtspunkt. Doug Moffatt gelang in der letzten Minute der verdiente Ausgleich und die 70 mitgereisten Dorstener Fans bejubelten einmal mehr ihren Chief. Auch die Reserve des DEL-Ligisten Krefelder EV war beim 3:11 in der Rheinlandhalle chancenlos gegen die EJD. Doch waren mittlerweile dunkle Wolken am Dorstener Eishockeyhimmel aufgezogen. Finanziel sah es alles andere als gut aus, die ersten Gerüchte machten die Runde, angeblich war die EJD beim Hallenbetreiber erheblich mit der Eismiete und dem material im Rückstand und auch die Spieler bekamen nur noch Abschläge. Es wurde ein Kassensturz gemacht und der brachte vernichtenes ans Tageslicht. Wenn die Wölfe keine neuen Gelder aquirien würden dann könne man im Dezember zuschließen so das Erggebnis, es musste etwas passieren.

Und es geschah etwas nach intensiven Gesprächen. Rainer Kusch trat im Dezember 1997 von seinem Amt zurück und Horst Vorländer übernahm das Komando bei den Wölfen. Der Verein war nun gerettet. Vorländer beglich die Außenstände und verstärkte sogar das Team noch einmal. Die Wölfe hatten mittlerweile die Aufstiegsrunde erreicht ohne dabei allerdings überzeugen zu können.Erwähnenswert war eigentlich nur noch das Spiel gegen die Schalker haie als die Wölfe dem haushohen Favoriten zwar kein Beinstellen konnten aber beim 4:6 vor 600 Zuschauern wenigstens eine tolle kämpferische Leistung zeigten.

Hier die Ergebnisse der Vorrunde 1997/98

Fr. 19.09.97 20:00
EJ Dorsten
vs.
Herforder EC
7:9
Fr. 26.09.97 20:00
EJ Dorsten
vs.
EHC Solingen
1:7
Fr. 03.10.97 20:00
EJ Dorsten
vs.
EHC Wesel
1:4
So. 05.10.97 19:30
EJ Dorsten
vs.
Ratinger Aliens 97
7:4
Di. 07.10.97 20:00
Ratinger Aliens 97
vs.
EJ Dorsten
10:0
Fr. 10.10.97 20:00
EJ Dorsten
vs.
EC Lünen
5:5
So. 12.10.97 18:00
ESC Erfurt
vs.
EJ Dorsten
4:6
Fr. 17.10.97 20:00
EJ Dorsten
vs.
TuS Wiehl
13:5
So. 19.10.97 18:00
VERC Lauterbach
vs.
EJ Dorsten
3:10
Fr. 31.10.97 20:00
EJ Dorsten
vs.
EC Ratingen Am.
4:8
So. 02.11.97 18:30
Herforder EC
vs.
EJ Dorsten
5:5
Di. 04.11.97 19:45
Krefelder EV Am.
vs.
EJ Dorsten
3:11
Fr. 07.11.97 21:00
EHC Solingen
vs.
EJ Dorsten
6:3
So. 09.11.97 19:30
EJ Dorsten
vs.
Neusser EV
5:3
Fr. 14.11.97 19:30
EHC Wesel
vs.
EJ Dorsten
2:9
Sa. 22.11.97 18:30
EC Lünen
vs.
EJ Dorsten
5:3
So. 23.11.97 19:30
EJ Dorsten
vs.
ESC Erfurt
5:7
Sa. 29.11.97 17:15
TuS Wiehl
vs.
EJ Dorsten
3:12
So. 30.11.97 19:30
EJ Dorsten
vs.
VERC Lauterbach
4:5
Fr. 05.12.97 20:00
EJ Dorsten
vs.
Schalker Haie
4:6
Fr. 12.12.97 19:30
EC Ratingen Am.
vs.
EJ Dorsten
6:3
So. 14.12.97 19:30
EJ Dorsten
vs.
Krefelder EV Am.
6:8
Fr. 19.12.97 20:00
Neusser EV
vs.
EJ Dorsten
3:3
Fr. 26.12.97 20:00
Schalker Haie
vs.
EJ Dorsten
8:0

Vorländer holte nun einige neue Spieler. Unter anderem aus Schalke. Dirk Roßbach und Peter Kaluza sowie Martin Jilek waren keine Unbekannten. Der Amerikaner Joey Centrella wurde aus der CHL von Fayetville verpflichtet und zudem wurde gleich auch noch der Russe Igor Paraschkine verpflichtet. Der Kanadier Casey Wilson wurde nach dem letzten Heimspiel gegen Krefeld gefeuert, er wechselte zum EC Lünen. Übrigens wurde Andre Jucknischke dann noch im Februar nach der Heimniederlage gegen Ratingen ausgemustert.

Doch sollte es sportlich nicht besser laufen und auch die Zuschauer kamen nicht wie man es sich erhofft hatte.Mit vier Niederlagen hintereinader startete die EJD in die Aufstiegsrunde zur 1.Liga Nord, der zweithöchsten Deutschen Spielklasse. Zwar folgten dann zwei Siege gegen Ratigen mit 11-2 und ein vielumjubelter 5-4 Sieg gegen Herford doch kam echte Begeisterung bei den Fans in dieser Runde eigentlich nur noch zweimal auf. Bein sensationellen 3:3 bei den Schalker Haien lieferten die Wölfe das beste Saisonspiel ab und brachten die Haie an den Rand einer Niederlage. Erst im Schlußdrittel konnte Gelsenkirchen zum schmeichelhaften 3-3 ausgleichen.Letztlich war das 3-3 gegen die bärenstarken Wolfburger, die heute in der DEL der Scheibe hinterher jagen, ein Höhepunkt dem  man damals allerdings noch nicht einzuschätzen wusste.
Die nur noch 100 Zuschauer bejubelten dabei den einzigsten Treffer des Russen Paraschkin für die EJD. Der Stürmer war zwar technischstark und konnte an der Scheibe überzeugendoch war er zu klein und leicht für diese Liga. Er ging nach der Saison zurück nach Rußland.
Im letzten Heimspiel gab es gegen Aufsteiger Timmendorf eine knappe 5-7 Niederlage und die Mannschaft verabschiedete sich vor heimischen Publikum  mit einer guten Leistung. In Neuss gab es dann ein versönlichen Abschluß, zwei Sekunden vor dem Ende fühhrte der NEV noch, als Dirk Roßbach von der Mittellinie abzog und die Scheibe im Neusser Tor zum 4-4 Endstand einschlug.

Damit war die Saison bendet, es war eine schwere saison gewesen die nicht nur den Verantwortlichen und Akteuren einiges abverlangte. Letztlich ging es gut. In der nächsten Saison wollte man anders auftreten und sportlich wieder für Furoe sorgen.

Sa. 03.01.98
18:30
EC Lünen
vs.
EJ Dorsten
5:2
So. 04.01.98
19:30
EJ Dorsten
vs.
Neusser EV
1:7
Sa. 10.01.98
18:30
EHC Salzgitter
vs.
EJ Dorsten
6:2
So. 11.01.98
19:30
EJ Dorsten
vs.
Ratinger Aliens
2:6
Fr. 16.01.98
19:30
EC Ratingen Am.
vs.
EJ Dorsten
2:11
So. 18.01.98
19:30
EJ Dorsten
vs.
Herforder EC
5:4
Fr. 23.01.98
20:00
EJ Dorsten
vs.
ESC Erfurt
1:6
So. 25.01.98
19:00
EHC Wolfsburg
vs.
EJ Dorsten
5:1
Fr. 30.01.98
20:00
EJ Dorsten
vs.
VERC Lauterbuch
3:4
So. 01.02.98
18:30
EC Timmendorfer Strand
vs.
EJ Dorsten
8:3
Fr. 06.02.98
20:00
Schalker Haie
vs.
EJ Dorsten
3:3
So. 08.02.98
19:30
EJ Dorsten
vs.
EC Lünen
5:4
Fr. 13.02.98
20:00
EJ Dorsten
vs.
EHC Salzgitter
1:5
So. 15.02.98
18:30
Herforder EC
vs.
EJ Dorsten
7-5
Fr. 20.02.98
20:00
EJ Dorsten
vs.
Schalker Haie
3:6
So. 22.02.98
19:00
Ratinger Aliens
vs.
EJ Dorsten
8:5
Fr. 27.02.98
20:00
EJ Dorsten
vs.
EC Ratingen Am.
3:6
Fr. 06.03.98
20:00
ESC Erfurt
vs.
EJ Dorsten
9:5
So. 08.03.98
19:30
EJ Dorsten
vs.
EHC Wolfsburg
3:3
Fr. 13.03.98
20:00
VERC Lauterbach
vs.
EJ Dorsten
6:3
So. 15.03.98
19:30
EJ Dorsten
vs.
EC Timmendorfer Strand
5:7
Fr. 27.03.98
20:00
Neusser EV
vs.
EJ Dorsten
4:4


 
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Letzte Aktualisierung
 
2.Mai 2012
Die eislose Zeit ist vorbei
 
 

 

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