EJ Dorsten
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   EJ Dorsten "Die Wölfe 1994 e.V.




1994 wurde die EJ Dorsten "Die Wölfe" 1994 e.V. gegründet. Im ersten Jahr  des bestehens wurde allerdings nur mit drei Nachwuchsmannschaften am Spielbetrieb des Landesverband NRW teilgenommen, eine Seniorenmannschaft wurde nicht gemeldet. Doch die Dorstener wollten nun einmal Senioreneishockey sehen. Nur Jugendspiele, das zog keine Zuschauer. Also wurde beschlossen, in der NRW Liga ein Team an den Start zu schicken. Das der Verein übrhaupt in dieser Liga starten durfte lag daran, dass Dorsten aufgrund seiner noch immer guten Zuschauerstruktur vom Verband in diese Klasse eingeteilt wurde. Es began die Ära der Wölfe. Gut elf Jahre bestand unser Club den wir mit viel Herzblut über die Jahre begleiteten und mit unseren Kräften (in jedlicher Hinsicht unterstützen) 
Auf den nächsten Seiten werden wir ausführlich über die Berg-und Talfahrt der Wölfe berichten.

                                                                                                                                               


Saison 1995/96 NRW                          

Im Sommer 1995 konnten die zahlreichen Dorstener Eishockey Freunde aufatmen die eislose Zeit war vorbei. Ab August würde wieder eine Seniorenmannschaft dem Puck hinterherjagen und die Fans konnten wieder ihren Lieblingen zujubeln. Die Euphorie war  groß. Zudem hielt der Vorstand um den 1.Vorsitzenden Rainer Kusch Ausschau nach einem spielstarken Import. 

Hatten die Verantwortlichen des EC Dorsten  in früheren Jahren auf die nordamerikanische Schiene gesetzt, sollte nun erstmalig ein Osteuropäer für die nötigen Tore sorgen. Schließlich wurde man fündig und zwar in Östereich. Der Tscheche Jerabeck sollte für die entssprechende Durchschlagskraft sorgen Jerabeck hatte vor einigen Jahren beim EC Duisburg in der Regionalliga für zahlreiche Treffer gesorgt und war zuletzt in Insbruck erfolgreich tätig. Da er auch gut Deutsch sprach, schien er der richtige Mann zu sein. In der  neuen Vereinslokal, dem "SO" wurde er dann auch den erwartungsfrohen Anhängern und Mitspielern vorgestellt. Doch der als Spielertrainer eingeplante Jerabeck bekam plötzlich ein besser dotiertes Angebot und die Wölfe standen plötzlich ohne ihren Star da. Was tun? Die Saison sollt ein wenigen Tagen beginnen. Doch der Zufall half dem Verein. 

Douglas Moffatt, drei Jahre lang in Diensten des ECD eine lebende Legende auf dem Dorstener Eis und zuletzut in der 2.Liga Nord beim insolventen SC Solingen tätig wohnte noch immer in Dorsten, sprich Holsterhausen  und hatte noch kein Engagement. Eigentlich hatte man sich gar keine Chance ausgerechnet den kampfstarken Kanadier wieder auf dem Dorstener Eis zu sehen, doch durch die Hilfe von Gönnern gelang es sensationll den Mann aus Calgary als Spielertrainer zu gewinnen. Ein Paukenschlage für  NRW-Liga Verhältnisse. Zudem konnte der Verein mit Salvatore Solarino aus Essen einen spielstarken Stürmer hinzugewinnen der sich mit Moffatt auf dem Eis bestens verstand. Mit Achim Blaar, der von den Schalker Haien zurück kam, wurde ein weiterer starker Verteidiger geholt. Frank Marquardt, Markus Degen,Ralf Baumöller und Marco Schmitz Audeck vervollständigten die Verteiger. 

Michael Weishäupl



Im Tor hatte Moffatt die Qual der Wahl. Toni Thiel und Michael Weishäupl kamen zurück von den Moskitos aus Essen. Auch Bernd Maas schnürte wieder die Schlittschuhe für die Wölfe. So ging man frohen Mutes in die erste Spielzeit der neuen EJD Wölfe.


Die Vorbereitung verlief zunächst recht durchwachsen. Zwar gelang in Wesel ein klarer Erfolg, doch beim Landesligisten Neusser EV unterlagen die Wölfe gar mit 3-4. Der EC Aachen wurde zur Saisoneröffnung dann aber klar mit 18-6 bezwungen. Die Saison konnte beginnen.

In der NRW trafen folgende Teams 1995/96 auf die Wölfe. GEC Schalker Haie, EHC Solingen, Dinslakener EV, SC Krefeld, EC Siegerland, Hennfer EC, Moskitos Essen 1b, GSC Moers, Herner EV 1b, SV Brackwede, EHC Wesel und Tus Wiehl

Erwartungsfroh betraten die Aktiven der EJD und des Dinslakener EV  dann am 6.Oktober 1995 die Eisfläche in Dinslaken. Der Dinslakener EV gehörte zu den Favoriten der Liga und  hatte bereits im Vorfeld große Töne gespuckt. Dorsten sei nur Kanonenfutter. Nun, die 400 Zuschauer sahen jedoch wie das vermeintliche Kanonenfutter dem DEV eine deutliche Lektion erteilte. Die gut 150 Zuschauer aus Dorsten feuerten ihre Mannschaft lautstark an und bald war die Halle in EJD Hand. Auf dem Eis zeigte Doug Moffatt seine ganze Klasse .Er erzielte zwei Treffer selbst und legte die Tore von Solarino und Marquardt auf. Die beiden ersten Punkte waren eingefahren.
Der Erfol sollte auch die Zuschauer wieder neugirig machen. Zum Derby gegen den EHC Wesel kamen dann auch 300 Fans und sahen einen 9-2 Sieg. Darunter auch der ehemanlige ECD Vorsitzende Josef Beisenkötter der es sich nicht nehmen ließ, die Premiere an der Crawleystraße live zu verfolgen. Markus Degen war im übrigen der gefeierte Mann des Abends. Der beliebte Verteiiger erzielte zwei Tore. Salvatore Solarino netzte sogar dreimal ein. Aber Degen wurde von den Fans lautstark gefeiert.
Auch der Hennefer EC wurde abgeseift. Mit 8-1 schickte man die ruppigen Gäste zurück an die Sieg. Da halfen auch die beiden Importe nichts, die Wölfe waren Tabellenführer.

In Gelsenkirchen hatte sich nach der Pleite der Schalker Haie auch ein neuer Club gegründet. Der Gelsenkirchener EC "Schalker Haie". Doch aus den Fehlern der Vergangenheit hatten die Verantwortlichen dort nicht gelernt. Eine Mannschaft der Superlative, so die Schlagzeile einer Zeitung. Aber auch mächtig teuer stelllte ein Schalker Fan fest. Der Kader war besetzt mit überqualifizierten Spielern. Wer sollte diese Mannschaft stoppen. Craig Dill, Dirk Roßbach, Patrick Schmitz, Markus Bak, Jörn Siegmanski,  Die Deske Brüder, Petr Fiala usw. usw. Die Truppe marschierte durch die Liga. Nur der SV Brackwede, der damals zwei seht gute Importe unter Vertrag hatte, konnnte bei seiner knappen 8-11 Niederlage halbwegs gegenhalten.
Die Wölfe gewannen jedoch auch ihre Spiele, im Derby gegen die 1b aus Herne siegte die EJD klar und deutlich mit 11-2 Toren, Danach gewannen die Wölfe in Moers sicher mit 9-2 und als auch der SV Brackwede mit 6-3 in die Schranken gewiesen werden konnte, stand dem Spitzenspie der beidxcen Tabellenführer nichts mehr im Wege.

Die Haie waren in der Saison 95/96 nicht zu packen , zu groß war die Überlegenehit des Kaders.



Schon im Vorfelds gab es verbale Scharmützel der beiden Clubs. Die Wölfe mussten auf ihren besten Spieler, auf Doug Moffatt verzichten. Er konnte zwar zunächst beginnen, musste aber schon nach wenigen Minuten verletzt ausscheiden. Die Haie begannen druckvoll, schnürrten die EJD förmlich ein und gut 1500 Zuschauer waren von der Spielstärke des heimischen Teams begeistert. In der Emscher Lippehalle herschte Derbystimmung. Fast 250 Dorstener Fans begleiteten ihre Mannschaft nach Gelsnekirchen und feuerten die Wölfe auch dementsprechend an. Doch jubeln konnte zunächst nur der Gastgeber. Mit 2-0 führten die Haie schnell. Doch die EJD gab nicht auf, kämpfte verbissen und verkürzte in der 15.Minute auf 2-1 durch Marco Schmitz-Audeck. Beinahe wäre sogar der Ausgleich gelungen, doch scheiterte Solarino am GEC Keeper.
Im zweiten Abschnitt setzte sich dann jedoch der Favorit eindeutig durch. Tor um Tor wurde erzielt. Michael Weishäupl im Tor hielt was zu halten war und die Dorstener Fans verstummten nun. Stimmung kam nur noch einmal auf, als sich Weishäupl den Schalker Kanadier Dill zur Brust nahm und ihm eine mächtige Tracht Prügel verabreichte. Das wars aber auch schon. Am Ende siegten die Haie 13-1. "Die spielen in einer ganz anderen Liga" so der Tenor auf Dorstener Seite.
Trotz der ersten Niederlage, die Wölfe ließen sich nicht beirren. Schon im folgenden heimspiel gegen die 1b Vertretung vom Essener Westbahnhof musten die jungen Moskitos die Überlegenheit der Wölfe neidlos anerkennen. 10-1 wurde der Nachwuchs des Erstligisten (1.Liga Nord) nach Hause geschickt. Das Spiel gegen den EC Siegerland war dann zunächt hart umkämpft. Die beiden Importe Vadim Finko und Brent Watson erwiesen sich als hartnäckig und brachten die Gäste aus Netphen immer wieder auf Tuchfüllung. Vor allem im ersten Drittel hatte die EJD viel Glück als Netphen zahlreiche Konter ungenutzt ließ. Am Ende setzten sich aber die hemischen Kufencracks klar  und deutlich vor 250 Fans durch.
Zwei Tage später kam es zum Rückspiel. Die etwa 50 Dorstener Fans hatten für dieses Match einen Bus angemitet und fuhren hoffnugsfroh ins Siegerland. Die mitgebrachten Trommeln konnten sie allerdings gleich im Bus lassen, denn im Netphener Eisstadion war es seinerzeit verboten diese zu betätigen.Toni Thiel erwische einen rabenschwarzen Tag und Netphen konnte sich am Ende knappt mit 6-5 für die erlittene Hinspielniederlage revangieren.
Nach dem durchwachsenen 6-2 Erfolg über TuS Wiehl musste die EJD dann nach Hennef. Schon in früheren Zeiten gab es dort hitzige Spiele. Diesmal sollte es nicht anders sein und Michael Weishäupl , einer der ruhigeren Zeitgeossen im Team der EJD war noch langena dem Spiel total wütend über die Anhänger des HEC. 
Diese standen hinter dem Gästetor und provozierten den Keeper der Wölfe permanent. Als er dann aber bespuckt wurde, da reichte es und er schnappte sich zwei völlig verdutze Raudaubrüder und schüttelte diese durch Fangnetz  mächtig durch. Spielunterbrechung, Tomulte. Zur Hilfe eilende EJD-Fans gerieten mit Fans aus Hennef aneinander. Das Spiel schien zudem auch aus dem Ruder zu laufen. Der Hennefer Motzek, sicherlich ein guter Eishockeyspieler, jedoch ein wenig wirr im Kopf, benahm sich dabei wie eine offene Hose und war von diesem Zeitpunkt an, der Buhmann der mitgereisten EJD Fans. Spielreisch lief zunächst nicht viel und als der HEC auf 4-2 davonzog, schien die Pleite perfekt. Doch Moffatt und Solariono retteten den einen Punkt noch und glichen zum 4-4 Unentschieden aus.
Derr SC Krefeld hatte trotz des Kanadischen Stürmer Roy Mc Crae bei seiner 3-10 Niederlage nichts zu bestellen. Da war der EHC Solingen schon ein ganz anders Kaliber. Die beiden Tschechen, darunter Stürmer Petr Jezek, waren nur schwer in den Griff zu bekommen. Die dreimalige Dorstener  Führung egalisierten die Klingenstädter vor heimischen Publikum schnell. 400 Fans sahen ein tolles Verfolgerduell und beide Mannschaften schenkten sich nichts. Am Ende erkämpfte die EJD ein verdientes 4-4 und nahm einen Punkt zurück mit in die Lippestadt. 

Im Angriff sahen die Verantwortlichen der EJD noch immer Handlungsbedarf, zu viel lief über Doug Moffatt und Salvatore Solarino. Es sollte ein weiterer Import kommen. Nach langen Recherchen wurde der Kanadier Glenn Carnegie verpflichtet. Der jungen Stürmer war kein typischer Knipser, eher ein Vorbereiter und unheimlich mannschaftsdienlich. Vor allem war er finanzierbar. Vorgestellt wurde Carnegie beim Spiel gegen den Dinslakener EV. Er und 400 Zuschauer sahen eine Galavorstellung der Wölfe. Die Gäste, sicherlich keine Kirmestruppe, wurden im ersten Drittel förmlich überrollt. Dreimal Solarino, Moffatt, Degen und Marquardt sorgten für ein 6-0 nach 20 Minuten. Erst danach durfte der DEV mitspielen. Letztlich hieß es 10-3 für die EJD.
Seinen Einstand feierte Carnegie dann beim 11-3 in Herne, wo er allerdings noch nicht traf. Dies holte er aber beim 6-6 Unentschieden in Brackwede nach. Zweimal netzte er an der Seite von Solarino und Moffatt ein. Doch der junge Kanadier war vor dem Spiel total perplex als plötzlich ein Zug nur wenige Meter vom Eisstadion vorbei fuhr. ( In Backwede führt direkt eine Bahnlinie am Eisstadion vorbei) Ungläubige Blicke und die Frage  "A Train" wurde mit schallenden Gelächter der mitgereisten Fans beantwortet. Übrigens es war sau kalt und damals gab es noch kein Dach in Brackwede. 

Derby gegen Schalke, weit über 800 Fans sahen ein 5-8 für die Gelsenkirchener.



Dann folgte das Rückspiel gegen die Schalker Haie. Weit über 800 Zuschauer kamen am 8.Dezember 1995 in die Dorstener Eissporthalle. Verkehrschaos, da zeitgleich die Nikolaus Kirmes stattfand die nur wenige Meter von der Eissporthalle ihre Heimat hatte. Heute steht dort übrigens das Atlantis Erlebnisbad was der Stadt Dorsten jedes Jahr einige hundertausend Euro Verlust einbringt. Von dieser Stelle einen netten Gruß an den Bürgermeister der Stadt Dorsten.EinSpaßbad das haben wir schon immer gebraucht. Danke Herr Lüttkenhorst!

Die Symphatien waren in etwa gleich verteilt. Die Anhänger der beiden Lokalrivalen waren sich vonm je her nicht besonders grün. Deshalb hatte der Verein vorher auch einige Polizisten in Zivil angefordert die Auseinandersetzungen unter den Anhängern verhindern sollten. Das Spiel begann und die EJD spielte von Beginn an defensiv, lauerte auf Konter. Doug Moffatt hatte Markus Degen in den Sturm beordert und die Haie kamen damit überhaupt nicht zurecht. War es Überheblihckeit, nun, der kleine aber flinke Degen vernaschte Grischa Pietsch auf der rechten Seite und schob zum umjubelten 1-0 ein.Die Haie antworteten mit wütenen Angriffen und schlugen zurück. 1-2 nach 20 Minuten. Doch die Wölfe wollten sich diesmal nicht überrennen lassen. Ausgleich durch Carnegie und später die Führung durch Solarino, die Halle tobte.Der Gast aus Gelsenkirchen war aber auf der Hut glich aus und schaffte seinerseits nun das 4-5. nach dem 4-6 schien das Spiel entschieden, doch die EJD gab nicht auf und verkürzte durch den überragenen Solarino auf 5-6. Der Riese wankte bedenklich. Mehrfach hatten die Dorstener den Ausgleich auf den Schläger und die Zuschauer beider Seiten brüllten sich die Seele aus dem Leib. Das waren noch Derbys. Dann aber die Entscheidung. Der starke Tscheche Fiala brachte die Haie auf 5-7 davon und es waren nur noch wenige Minuten zu spielen. Ein Emty-net-Goal besiegelte die Niederlage der Wölfe. Die aber von den heimischen Zuschauern mit einem Riesen Applaus verabschiedet wurde. "Wie sind stolz auf unser Team, EJ Dorsten" schallte es noch lange nach dem Derby durch die Eissporthalle.

Bernd Maas gegen TuS Wiehl



Es folgten drei klare Erfolge gegen Essen 9-1 und danach gehen Krefeld, die ihr Heimrecht abgetreten hatten. Beim Derby in Wesel hatten die Wölfe nicht viel zu schlagen (8-0) Durch ein dummes und vermeidbares 2-5 gegen Solingen verspielte die EJD dann sogar  die Vizemeisterschaft. Zudem hatte der Verband dem Verein vier Punkte abgezogen weil Toni Thiel angeblich nicht spielberichtig war. In den Spielen gegen Wesel und Dinslaken zu Beginn der Saison. Obwohl ein klarer Fehler des Verbands vorlag, musste die EJD zahlen und die Punkte waren futsch. Einmal mehr zeigte man das das Wohl der Clubs dem Verband besonders am Herzen liegt. (Das Wohl ist in diesem Falle, das Geld der Vereine). Zum Rundenabschluß gab es dan noch ein 6-4 bei TuS Wiehl. 
Erwähnenswert noch die Schlägerei während des Spiel.Als zunächst Bernd Maas einem Wiehler zeigte das er auch gut ohne Handschuh gut durchs Leben kommt. Seinem Kontrahentenzog jedenfalls  Zack Zupp das Trikot über den Kopf zog und ihn danach vorm EJD Fanblock vertrümmte. Franz Josef Ferme hingegn verkalkulierte sich dabei, als er einem Wiehler in die Bande rammen wollte, da machte dieser einfach einen Schrittt zur Seite und Ferme krachte dabei in die Bande und verletzte sich auch noch übel. ("Das war halt Bödheit"  so der Tenor der Zuschauer)

Nach Abschluß der Vorrunde belegte die EJD Rang drei mit 33-15 Punkten und 162-93 Toren. Meister war der GEC Schalker Haie geworden mit 48-0 Punkten und 305-65 Toren. Mit in die Aufstiesgrunde begleitet wurden die Wölfe noch vom Hennefer EC und dem Dinslakener EV. Solingen hatte aus Kostengründen verzichtet.

NRW Liga Saison 1995/96

  Endstand Sp S U N Tore Punkte
1 Schalker Haie 24 24 0 0 305:65 48:0
2 EHC Solingen 24 18 1 5 177:102 37:11
3 EC Dorsten 24 15 3 6 162:93 33:15
4 Dinslakener EV 24 15 1 8 159:77 31:17
5 Hennefer EC 24 14 3 7 146:92 31:17
6 EC Siegerland 24 11 3 10 126:140 25:23
7 SV Brackwede 24 10 2 12 126:149 22:26
8 TuS Wiehl 24 9 4 11 99:123 22:26
9 Herner EV 1b 24 8 3 13 104:167 19:29
10 GSC Moers 24 8 1 15 112:149 17:31
11 EHC Wesel 24 6 2 16 83:143 14:34
12 EJ Essen 1b 24 3 2 19 72:173 8:40
13 SC Krefeld 24 2 1 21 76:274 5:43


                                                                                                        

                                                                                                       


Aufstiegsrunde zur 2.Liga Nord


Im Januar 1996 begann das Abenteuer Aufstiegsrunde. Die Wölfe hatten sich das Ziel gesetzt sich dort gut zu verkaufen mussten aber mit dem Hanycap leben das Doug Moffatt an einer lanwirigen Rückenverletzung litt, die ihn immer wieder ausser gefecht setzte.

Die Runde stellte sich wie folgt zusammen, aus NRW wie oben erwähnt, Schalke, Dorsten, Dinslaken und Hennef, aus der Nord Ost Gruppe kamen, der EHC Braunlage und der Berliner Sport Club dazu. Berlin war insgesamtt 19 x Deutscher Meister geworden erlebte so etwas wie eine kurze Renecaince. Aus der 2.Liga kamen der Herforder EC, EC Lünen und der EHV Zweibrücken dazu.

Zum Auftakt musste die EJD dann nach herford und verlor klar und deutlich mit 2-7 Toren. Solariono und Moffatt hatten die Tore besorgt. 

Schmitz-Audeck hier im Kampf gegen den EHC Braunlage



Zum Heimauftakt kam dann der Topfavorit aus dem Harz, der EHC Braunlage an die Crawleystraße. Leider nur gut 250 Zuschauer kamen zu diesem Spiel und die Verantwortlichen waren doch sehr enttäuscht. Was die Mannschaft aber in diesem Spiel zeigte, war sensationell. Braunlage mit Spielern wie den Kanadiern Marrk Mahon und Doug Murray, Jan-Hans Pokorny, Marek Gejwski usw. war sichtlich beeindruckt von der Kampfkraft die die Wölfe an den Tag legten. Ein blendend argierender Doug Moffatt zeigte wohl eines seiner besten Spiele im Dorstener Trikot. Stand weit über 50 Minjuten auf dem Eis und riss Spieler wie Fans förmlich mit. Die frühe Führung durch Murray glich er mit einem Mordsschuß in den Giebel des EHC Tores aus und fuhr an den jubenen Fans vorbei und forderte die Zuschauer auf alles zu geben. "Ich kann mich sehr gut an dieses Spiel erinnern da es sicherlich eines der besten der Vereingeschichte der EJ Dorsten war." Die Fans sorgten für ohrenbetäubenen Lärm, die Trommler übertrafen sich an diesem Abend und selbst langjährige Zuschauer die sonst die Lippen nicht auseinader bekamen, gröhlten plötzlich das man sich fragte, wo man denn hier gelandet ist. Die Harzer schlugen zwar zuürck doch die EJD fightete wie noch nie zuvor. Carnegie und zweimal Solarino schafften bis zur 35 Minuite ein 4-2 für die Wölfe, Das die Sensation nicht gelang, numn, die zwei Dorstener Blöcke waren den drei ausgeglichenen Braunlager blöcken am Ende konditionel unterlgen. Braunlage fing sich und ging seinerseits in der 50 Minute in Front. Doch der Ausgleich hätte noch fallen können, Solarino kam frei vor dem Tor zum Schuß, doch hielt der Harzer Keeper diese Scheibe. Die Wölfe warfen alles in die Wagschale, doch ein Konter beendete kurz vor dem Ende die Hoffnungen der EJD Fans.
Die Verletzung von Doug Moffatt bereitete den Verantwortlichen enormes Kopfzerbrechen. Der Kanadier war Dreh -und Angelpunkt im Spiel der EJD. Was sollte man tun? Da fiel plötzlich ein Name, der bei den Varantwortlichen schon lange nicht mher in Gespräch war. Scott Trunbull.
Der bullige Kanadier hatte seit seinem Abgang aus Duisburg nicht mehr gespielt. "Scotti" der aufgrund seiner kompromislosen Spielweise häufig auf der Strafbank saß,spaltete oft die Fans in zwei Lager. Auf der einen Seite war er ein absoluter Torjäger und deshalb sehr wertvol, auf der anderen Seite schwächte er seine Teams immer wieder durch diverse Aussetzer. Der Vorteil, auch Turnbull lebte in Dorsten, schaute auch ab und an in der Eissporthalle vorbei. Die warnenden Stimmen verschiedener Fachleute aber wurden ignoriert, Turnbull bekam seine Chance.
In Dinslaken kam es allerdings noch nicht zum Einsatz. Die Wölfe konnten dort wenigsten  ihren ersten Punkt gewinnen mussten diesen aber bitter beahlen. Mit Frank Marquardt verlor die EJD einen ihrer bis dato besten Defender. Danach sollte er niemals wieder für die EJ Dorsten spielen können. Die Verletzung seines Handgelenks war schwer und die Gefahr später seinen Job zu verlieren zu groß.
Sein letztes Match absolvierte Moffatt dann beim Gastspiel in Zweibrücken. Mitte des zweiten Drittels ging nichts mehr und die Wölfe, die bis dato gut mitgespielt hatten (3-3) gingen noch mit 4-10 baden. Glenn Carnegie erwiese sich in dieser Phase als wirklicher Führungsspieler. Der junge Kanadier kämpfte um  jede Scheibe und bekam dafür regelmässig den Lob der Fans und der Verantwortlichen.

Trotz eine starken kämpferischen Leistung reichte es auch in Hennef nicht zu einem Sieg. Nur ein Tor von Glenn Carnegie war zu wenig um etwas zählbares mit nach Dorsten zu nehmen. Die Personaldecke wurde zusehens dünner. Ausgerechnet vor dem Heimspiel gegen die Schalker Hai pfiffen die Wölfe aus dem letzten Loch.
Das Derby zog erneut 750 zahlende Zuschauer an und die Fans beider Teams sorgten für Gänsehautstimmung. Scottt Turnbull konnte in diesem Spiel noch nicht eingesetzt werden, da er beruflich in den USA weilte. Das Spiel an sich ist schnell erzählt. Die schnelle Führung der Haise zum 0-2 wurde durch Glenn Carnegie beantwortet und in einer kurzen Drangphase setzten die Wölfe den hohen Favoriten unter Druck. Der Ausgleich war möglich. Solarino traf nur den Pfosten. Ein unglückliches Eigentor brachte dann das 1-3 und wenig später war mit dem 1-4 Pausenstand schon alles entschieden. Am Ende setzte es eine bittere 2-13 Packung. Salvatore Solarino kontte noch zum zweiten Treffer für die EJD einnetzen.
Seinen Einstand feierte "Scotty" dann beim EC Lünen. Der Kanadier war auch gleich zweimal erfolgreich. Ärgerlich der Ausgleich des EC Lünen, bei dem der Amerikaner Teal Fowler mitwirkte und der Tscheche Stanislaw Pryl auf dem Flügel für viel Wirbel sorgte, fiel erst in der letzten Minute. Die Wölfe holten aber immerhin ein 4-4 vor 250 Fans.
Einen Tag später verlor man dann unglücklich gegen Herford mit 4-6 Toren. Dabei vergab die EJD eine 2-1 Pausenführung. Auch in diesem Spiel traf Turbull zweimal. Seine Treffsicherheit hatte er nicht verloren. Allerdings merkte man Turnbull deutlich an, dass er lange Zeit keine Spielpraxis hatte und Doug Moffatt musste seine Eiszeiten schon entsprechend dosieren. trotzdem, die 200 Zuschauer waren zufrieden, die Mannschaft gab ihr bestes.
Die Fans hattzen sich für das Spiel beim Schlittschguh Club in Berlion einiges einfallen lassen. Mit zwei Doppeldeckern ging es in die Hauptstadt. Zudem begleiteten einige Fans die Wölfe in PKWs, so das fast 150 Fans im Erika-Heß Stadion ihre EJD unterstützten. Ein Zahl die sicherlich nicht jeden Tag zustande kommt.Schon früh war man in Berlin angkommen und die Fahrt war feucht fröhlich. Während des Tages fand ein Fan-Club Eishockey Turnier statt. Einige Fans blieben im Stadion, während andere die Zeit zum Bummlen nutzten.
Am Abend fand dann das Spiel gegen den BSC statt. 500 Zuschauer, darunter einge seltsamme Gestalten mit recht kurzen Haaren, waren gekommen. Den Dorstener Fans war schon recht mulmig zu Mute. Hatte es doch beim Berliner Match gegen Braunlage schlimme Ausschreitungen gegeben. Doch die Polizei die im Stadion bei Spielbeginn eintraf, schreckte wohl ab. Es blieb ruhig. Die Mannschaft der Wölfe schien wohl auch sehr beeindruckt gewesen zu sein und lag nach 20 Minuten mit sage und schreibe 1-7 im Hintertreffen. Die beiden Importe Jeff Job und ?? jedenfalls zogen der EJD früh den Zahn. Ab dem zweiten Durchgang dann aber ein anderes Bild. Scott Turnbull wachte nun auf und auch Salvatore Solarino kam besser ins Spiel. Nachdem Turnbull, Strahlmeyer, (seine größte Sternstunde) und Solarino  bis auf 4-7 nach dem zweiten Drittel  verkürzten, fiel in der 49. Minute erneut ein Tor, Turnbulls 5-7 sorgte für Hoffnung unter den nun lautstarken Fans aus Dorsten. Das es nichts mehr wurde, lag am 8-5 durch Jeff Job der eine Überzhalsituation zum entscheiden Treffer nutzte.
Gut 24 Stunden später traf die EJD dannauf den Zweitligisten EHC Zweibrücken. Die Zuschauer waren noch mächtig nageschlagen viele kamen teilweise erst zum zweiten Drittel die Fahrt nach Berlion hatte ihre Spuren hinterlassen bei den Fans. Nicht baer bei den Wölfen. Denn diese spielten ein tolles Match und ein übrragener Glen Carnegie traf dreimal zum verdienten 4-2 Erfolg. Trotz des Einsatzes ihres neuen Top-Kanadiers Thonburry, blieben die Punkte überraschend in Dorsten. Der EHC fuhr gefrustet nach Hause.
Gegen den EC Lünen gab es ein turbulentes Spiel. Nach einem 1-3 Rückstand drehte die EJD auf und ging ihrerseits mit 4-3 in Führung. Danach kam Hektik auf. Nicht nur auf dem Eis, auch af den Rängen flogen plötzlich die Fäuste und der Ordnungsdienst hatte einiges zu tun. Ein überragener Teal Fowler führte den ECL letztlich zum verdienten 9-5 Erfolg des EC Lünen. Zahlreiche Spieler musste die EJD dann in Braunlage ersetzen und bekam beim 3-17 eine Lektion erteilt. Trotzdem erhielt die Mannschaft von Seiten der Gastgeber ein dickes Lob, da sie trotz klarer Unterlegenheit immer fair argierte. Nach dem 7-4 gegen Hennef, Turnbull traf dreimal, gab es in Gelsenkirchen eine böse 0-14 Pleite. Das war gar nichts und viele Fans aus Dorsten fuhren schon nach dem zweiten Drittel verärgert nach Hause.
Ein Sieg gegen Berlin und die EJD hätte sich noch einmal über eine dicke Kasse freuen können, denn dann wäre man in den Play-Offs gegen die Schalker Haie angetreten und das wäre sehr lukrativ geworden. Lange Zeit führte Dorsten 3-1 und es sah nach einem Erfolg aus. Doch die Gäste aus der Hauptstadt vergaben keine Geschenke und holten noch ein 4-4 Unentschieden. Damit traf die EJD auf den EHC Braunlage.

Braunlages Kanadier Doug Murray, im Harz eine Eishockeylegende, hier allerdings im Trikot des ETC Crimmitschau.



Ärgerlich. Zu dem sportlichen Pech kam nun noch dazu, dass eine Grippewelle die Mannschaft fast komplett niederstreckte. Eigentlich wollte man das Spiel absagen, doch die Harzer hatten bereits 1000 Karten für dieses Spiel verkauft. Bei Nichtantreten hätte es eh eine Wertung  gegeben, doch die Harzer hätten die Eintrittsgelder zurückerstatten müssen. Also was tun? Nach einigen Gesprächen entschloß sich die EJD-Vorstandsrige trotzdem in Braunlage anzutreten. Mit gerade einmal neun Spielern und ihrem vierten Torhüter Jochen Dittmer, gings in den Harz. Dabei auch rund 40 Dorstener Fans. 
Sportlich bezog die EJ Dorsten ihre höchste Niederlage in einem Meisterschaftsspiel, doch eroberte 1700 Herzen im Sturm. Nach fünf Minuten musste Jochen Dittmer erstmals hinter sich greifen, die Harzer schossen Tor um Tor und die neun aufopferungs kämpfenden Dorstener wurden von den Fans nun immer lautstärker angefeuert. Der Ehrentreffer blieb unserem Team zwar versagt, doch das die Mannschaft sich überhaupt auf den weiten Weg gemacht hatte um sich dort verhauen zu lassen, das trotze den gastgebenen Fans mächtigen Respekt ab. "Für uns Fans war es ein toller Abend, oder besser gesagt ein billiger, ich glaube ich habe an diesem kalten Abend kaum ein Bier selbst gezahlt. "

Der Hexer inAktion, Toni Thiel beendete mit dem Spiel gegen Braunlage seine aktive Laufbahn. 



Das Rückspiel war dann nur noch Formsache. Die Wölfe hätten mit 24 Toren Unterschied gewinnen müssen um  noch weiter zu kommen. Ein Doppelschlag von Turnbull in der 2. und 4.Minute weckte das Publikum zu Beginn auf. Nur noch 21 skandierten die EJD-Fans. Braunlage brauchte ein paar Minuten bis der Motor anlief. Zur ersten Pause stand es dann 3-4. Nach 60 Minuten hatte der EHC Harz ein 12-5 geschafft und damit den Aufstieg in die 2.Liga Nord. Nach dem Spiel wurde dann Toni Thiel von den Fans verabschiedet. Der Deutsch-Kanadier beendete mit diesem Spiel seine aktive Laufbahn. Die Fans hatten für ihn extra gesammelt und auch die Anhänger aus Braunlage spendeten etwas dabei. Ein schöner Abschied für den Hexer.

Unsinnigerweise wurden dann noch Platzierungsspiele ausgespielt. Ggegen Zweibrücken trat die EJD dann auch noch an, 2-6 und 1-10 unterlagen die Wölfe, bei denen Scott Turnbull suspendiert wurde, da er meinte er spiele diese Begenungen nicht mehr. Die abschließenden Begegnungen gegen Hennef entfielen letztendlich da sie keinen Sinn mehr hatten. 

Die EJD hatte ihre erste Saison damit sportlich erfolgreich beendet. Das Erreichen der Play Off Runde war ein großer Erfolg. Auch finanziel war die erste Saison ein Erfolg. Durschnittlich 313 zahlende Fans passierten die Kassen.

 
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Letzte Aktualisierung
 
2.Mai 2012
Die eislose Zeit ist vorbei
 
 

 

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